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Firmenbefragung der Stadt Zürich 2025: Eine Momentaufnahme des Wirtschaftsstandorts Zürich

Die Firmenbefragung der Stadt Zürich 2025 wurde heute veröffentlicht und bereits zum sechsten Mal durchgeführt. Rund 1’500 Firmen und Selbständige haben sich an der Erhebung beteiligt und liefern damit eine aktuelle Momentaufnahme des Wirtschaftsstandorts Zürich. Das Gesamtbild ist positiv: Zürich wird weiterhin als attraktiver Ort zum Arbeiten und Produzieren wahrgenommen. Gleichzeitig sind die Erwartungen an die Zukunft nüchterner geworden – weniger Euphorie, mehr Realismus.


Blick in einen Saal während der Medienkonferenz zur Firmenbefragung 2025 der Stadt Zürich. Im Vordergrund sitzen Teilnehmende, im Hintergrund ist eine Präsentationsfolie mit dem Titel «Firmenbefragung 2025» zu sehen.

Urbane Produktion braucht Raum und Verlässlichkeit

Für die urbane Produktion sind die Ergebnisse besonders aufschlussreich. Produzierende Betriebe beurteilen die Rahmenbedingungen kritischer als noch vor einigen Jahren. Vor allem das Finden von passenden und bezahlbaren Flächen, hohe Mietpreise sowie Fragen der Erreichbarkeit bleiben zentrale Herausforderungen. Diese Einschätzung deckt sich stark mit dem, was wir bei Made in Zürich im Austausch mit unseren Mitglieder erleben. Umso wichtiger sind städtische Engagements für Produktionsstandorte – etwa bei den SBB-Werkstätten bei der Werkstadt Zürich. Dort wird sichtbar, was entstehen kann, wenn mehrere Produzierende an einem Ort zusammenkommen, sich austauschen und voneinander lernen.


Kreislaufwirtschaft erstmals als Frage dabei

Erstmals wurde in der Firmenbefragung auch die Kreislaufwirtschaft thematisiert. 44 Prozent der befragten Firmen geben an, bereits konkrete Massnahmen umzusetzen. Bei unseren Mitgliedern würden wir diesen Anteil noch höher einschätzen. Bei vielen unseren Mitgliedern ist kreislauforientiertes Denken längst Teil des Entstehungsprozesses von Produkten und Dienstleistungen. Dabei zeigt sich immer wieder, dass Kreislaufwirtschaft nicht isoliert funktioniert. Sie braucht Austausch, Vernetzung und Orte, an denen Zusammenarbeit möglich ist.


Sandra Schmid, Präsidentin der Made in Zürich Initiative, spricht an einem Rednerpult vor Publikum. Auf der Leinwand hinter ihr steht «Beurteilung aus Sicht des Vereins Made in Zürich Initiative».

Eine positive Ausgangslage für die Zukunft

Insgesamt blicken wir bei Made in Zürich Initiative positiv auf unsere Mitglieder. Viele lassen sich nicht entmutigen, suchen aktiv nach Lösungen und gestalten ihre Betriebe mit viel Engagement weiter. Besonders bei jüngeren Produzierenden ist eine ausgeprägte Macher-Stimmung spürbar. Damit diese auch künftig in der Stadt Zürich Platz hat, braucht es weiterhin klare Rahmenbedingungen, Engagement und Standhaftigkeit – damit urbane Produktion auch in Zukunft ein selbstverständlicher Teil von Zürich bleibt.



 
 
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