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Factory Tour bei Dehgraf Design

  • vor 43 Minuten
  • 2 Min. Lesezeit

Bei der letzten Factory Tour waren wir zu Besuch bei Dehgraf Design in Zürich. Eduard und Matias haben uns persönlich durch ihr Studio geführt und gezeigt, wie ihre Vasen und Lampen entstehen. Von der ersten Idee bis zum fertigen Objekt. Es ist immer wieder besonders, direkt dort zu stehen, wo die Dinge entworfen und produziert werden.


Eduard und Matias von Dehgraf Design im Lager mit Materialien und 3D-gedruckten Objekten aus ihrer eigenen Produktion.

Das Designerduo arbeitet mit viel Leidenschaft und produziert direkt vor Ort im eigenen Studio mit 3D-Druck. Jedes Stück entsteht Schicht für Schicht und ist ein Unikat. Die Drucker laufen fast rund um die Uhr, eine Vase braucht rund zwei Stunden, bis sie fertig ist. In der Werkstatt stehen rund 20 kleinere 3D-Drucker sowie ein grosser Drucker mit einer Fläche eines Quadratmeters.



Neben ihren eigenen Kollektionen realisieren Eduard und Matthias auch Spezialanfertigungen für Innenräume, Ausstellungen oder individuelle Projekte. Der 3D-Druck lässt viel Spielraum, umgesetzt wird aber nur, was sie selbst mitentwickeln. Dehgraf Design ist kein reiner Druckservice, sondern ein Designstudio mit eigener Handschrift.


Ein grosser Vorteil der Inhouse-Produktion ist, dass die Produkte immer weiterentwickelt werden können. Ein schönes Beispiel ist die Gioia-Vase, benannt nach Eduards Verlobter. Die Form blieb dieselbe, wurde aber immer wieder weiterentwickelt, bis sie stabiler war und mit weniger Material auskommt. Solche Schritte brauchen Zeit und Geduld und sie sind nur möglich, wenn Entwurf und Herstellung am selben Ort stattfinden.


Auch bei den Materialien wird bewusst gearbeitet. Gedruckt wird mit Kunststoffen aus erneuerbaren Quellen wie Maisstärke oder Zucker sowie mit recyceltem PET. Produktionsabfälle entstehen kaum, weil die Objekte ohne zusätzliche Stützstrukturen gedruckt werden. Die Vase kommt also genau so aus dem Drucker, wie man sie später kauft. Und falls doch einmal etwas nicht gelingt, kann das Material wieder aufbereitet und erneut verwendet werden.


Die Factory Tour hat einmal mehr gezeigt, wie gut zeitgenössisches Design und lokale Produktion zusammenpassen. Bei Dehgraf Design wird aktuell bereits weitergedacht: Bald stösst eine dritte Person zum Team, und der Raum, in dem sie heute arbeiten, ist eigentlich jetzt schon zu klein. Ein gutes Zeichen dafür, dass sich hier etwas entwickelt.


Vielen Dank an Eduard und Matias für den Einblick und den schönen Abend.




 

 
 
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