Deux Frères zeigt, was in Nebenströmen steckt
- vor 19 Stunden
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Deux Frères denkt Genuss neu und bringt ihn jetzt auch in den Raum. Mit Forêt ist ein Raumduft entstanden, der zeigt, wie urbane Produktion in Zürich weitergedacht werden kann. Ausgangspunkt ist der sogenannte Nachlauf aus der Gin-Destillation. Ein Nebenstrom, der üblicherweise entsorgt wird. Hier wird er zur Ressource.
From waste to scent: Forêt riecht nicht nur gut, sondern erzählt auch die Geschichte eines bewussten Umgangs mit dem, was bereits da ist. Ein Produkt, das direkt aus der eigenen Destillerie heraus entwickelt wurde und zeigt, wie viel Potenzial in vermeintlichen Resten steckt.

Wann hattet ihr den Moment, in dem klar wurde: Aus dem Waste/Nebenstrom machen wir etwas Neues?
Der Moment kam, als wir unsere Produktion komplett in die eigenen Hände genommen haben. Mit dem Aufbau unserer eigenen Brennerei mitten in Zürich haben wir auch den Brennvorgang inhouse geholt und dadurch jedes Detail der Herstellung noch bewusster wahrgenommen. Da wurde uns klar: Wenn wir schon alles selbst machen, wollen wir auch möglichst alle Teile des Gin-Destillats sinnvoll nutzen. Der Nachlauf ist in der Branche oft ein Nebenstrom, der entsorgt wird, weil er geschmacklich nicht mehr in den Gin passt. Für uns war er aber kein Abfall, sondern ein Rohstoff mit Charakter, der eine zweite Bestimmung verdient.
Was hat euch bei der Entwicklung von Forêt am meisten überrascht?
Am meisten überrascht hat uns, wie gut Forêt ankommt. Wir haben mit Interesse gerechnet, aber nicht damit, dass die Nachfrage so schnell so stark wird. Wenn es in diesem Tempo weitergeht, könnte es sogar passieren, dass wir künftig zu wenig Nachlauf haben, um alles zu bedienen. Das ist eine schöne Herausforderung, weil sie zeigt, dass die Idee nicht nur in der Theorie funktioniert, sondern dass die Leute das Produkt wirklich wollen und nutzen.
Hat dieses Projekt euren Blick auf eure Produktion verändert?
Wenn ja, wie?
Eigentlich nicht grundlegend, eher bestätigt. Wir versuchen schon immer, Prozesse zu hinterfragen und neu zu denken. Nur weil die Industrie etwas seit Jahren so macht, heisst das nicht, dass es für uns der richtige Weg ist. Dass der Nachlauf vielerorts vernichtet wird, war für uns kein Argument, es genauso zu tun. Forêt zeigt uns eher, wie viel Potenzial in Nebenströmen steckt, wenn man sie nicht als Rest betrachtet, sondern als Ausgangspunkt für etwas Neues.
Mehr Infos: www.deuxfreresspirits.com
Ein schönes Beispiel dafür, wie urbane Produktion in Zürich konkret aussieht.









